Zerstörungsfreie Prüfungen von Werkstücken

Das STF Testing Center bietet zerstörungsfreie Werkstoffprüfung wie z.B. Ultraschall (UT) und Röntgenprüfung (RT). Diese Leistungen kann das STF Testing Center nicht nur stationär in Oberteuringen sondern auch mobil bei Ihnen vor Ort erbringen. Unser Servicefahrzeug macht es möglich- so bekommen Sie die Auswertung der Prüfung unmittelbar und können umgehend reagieren.

Mit Hilfe dieser Verfahren können Fehler im Inneren von Schweißnähten, Gussteilen oder anderen Rohmaterialien gefunden werden. Neben Röntgen und Ultraschall bieten wir auch die Farbeindringprüfung (PT), Magnetpulverprüfung (MT) sowie die Sichtprüfung (VT) an.

Alle diese Verfahren werden von nach DIN EN ISO 9712 zertifiziertem Personal mit modernster Technik durchgeführt.

Ultraschallprüfung

Ultraschallprüfung deckt mit Hilfe von Schallimpulsen Fehler wie Risse, Poren und Bindefehler auf.
Zusätzlich können Bleche auf Dopplungen, d.h. Walzfehler, geprüft werden.  

Ultraschallprüfung (UT = ultrasonictest) sendet mit dem Prüfkopf Schallwellen in das zu prüfende Teil.

Nach diesem Prinzip werden Schweißnähte auf Risse, Poren und Bindefehler geprüft. Außerdem können Blechstärken sowie Restwandstärke von Rohrleitungen und Kesseln bestimmt werden.

Bei Ultraschallprüfung eines Bleches auf Dopplungen (Walzfehler) sendet der Prüfkopf Schallwellen in das Blech, durchläuft es einmal komplett, um anschließend wieder zum Prüfkopf zurück zu kehren.

Die Stärke des Bleches bzw. der Weg, wird aus dem Verhältnis Schallgeschwindigkeit zur Durchlaufzeit des Schalls bestimmt.

Hat das Blech mittig einen Walzfehler d.h. eine Dopplung, zeigt das Echo am Gerätebildschirm eine Spitze an.

Die Prüfung führen wir sowohl bei uns im Haus, als auch bei Ihnen im Betrieb oder auf der Baustelle durch.

Röntgenprüfung

Die Durchstrahlungs- oder Röntgenprüfung macht innenliegende Fehler wie Risse oder Poren in Schweißnähten sichtbar.

Bei der Durchstrahlungs- oder Röntgenprüfung (RT = radiographic test) wird mit einer Röntgenröhre ionisierende Strahlung erzeugt. Sie durchdringt Materialien wie Stahl und schwärzt einen mit Silberbromid beschichteten, am Bauteil angebrachten Film.

Hat das Prüfteil z.B. Poren oder Lunker, zeigt der Röntgenfilm dies als dunkle Stellen. Die ionisierende Strahlung muss bei Fehlern weniger Material durchdringen und mehr Strahlung trifft auf den Film.

Bauteile bzw. Gegenstände, die von mindestens zwei Seiten zugänglich sind, können mit der Durchstrahlungs- oder Röntgenprüfung geprüft werden.

Röntgentechnik wird oft für die Prüfung von Schweißnähten und Gussteilen eingesetzt. Außerdem kann man Steckverbindungen auf deren Kontakt prüfen ohne sie zu zerstören.

Die Prüfung führen wir sowohl bei uns im Haus, als auch bei Ihnen im Betrieb oder auf der Baustelle durch.

Farbeindringprüfung

Die Farbeindringprüfung zeigt auf schnelle und unkomplizierte Weise zur Oberfläche hin geöffnete Fehler wie Poren und Risse.

Für die Farbeindringprüfung (PT = penetration test) wird das Bauteil gereinigt, um spätere Fehlinterpretationen durch Schmiermittel oder Dreck auf der Oberfläche zu verhindern.

Ein farbiges, meist rotes, Farbeindringmittel wird aufgesprüht. Durch den Kapillareffekt dringt es in vorhandene Risse oder Poren ein.

Nach der vorgeschriebenen Eindringzeit wird das Eindringmittel oberflächlich abgewaschen.

Das Bauteil wird getrocknet und ein Entwickler auf die zu prüfenden Stellen aufgesprüht.

Nach der vorgegebenen Entwicklungszeit werden nach oben hin geöffnete Risse oder Poren auf dem Bauteil sichtbar. Diese werden von unseren nach Stufe 2 zertifizierten Prüfern ausgewertet.

Die Prüfung führen wir in unserem Prüflabor und bei Ihnen im Betrieb oder auf der Baustelle durch.

Magnetpulverprüfung

Die Magnetpulverprüfung wird an ferromagnetischen Werkstoffen angewendet, um Fehler wie Poren oder Risse an der Oberfläche oder im oberflächennahen Bereich zu finden.

Die Magnetpulverprüfung (MT = magnetic testing) kann an allen ferromagnetischen Werkstoffen angewendet werden.

Das Prinzip der Magnetpulverprüfung beruht darauf, dass man mit dem Handjoch (siehe Bild) ein Magnetfeld zwischen zwei Polen in das Bauteil induziert und die Prüffläche mit einer mit Magnetspänen angereicherten Suspension besprüht.

Weist der Prüfbereich keine Materialtrennung wie Risse, Poren oder auch schroffe Übergänge auf, kann das Magnetfeld ungestört durch das Bauteil "fließen".

Befindet sich eine Materialtrennung im Bauteil, unterscheidet sich die Permeabilität vom Bauteil zum Defekt so stark, dass das Magnetfeld "ausweicht" und aus dem Prüfgegenstand an die Oberfläche tritt. Hier sammelt sich die zuvor aufgebrachte Ölsuspension und bildet eine für den Prüfer sichtbare "Pulverraupe", die er bewerten kann.

Die Prüfung führen wir in unserem Prüflabor und bei Ihnen im Betrieb oder auf der Baustelle durch.

Sichtprüfung

Mit direkten und indirekten Sichtprüfungen werden Bauteile auf mechanische Beschädigungen geprüft oder Oberflächengüten beurteilt. Schweißnähte werden nach den Regelwerken anhand optischer Kriterien beurteilt.

Bei der direkten Sichtprüfung (VT = visual test) wird der Prüfgegenstand ohne Hilfsmittel betrachtet. Es werden Kriterien wie Oberflächengüte von Gussteilen beurteilt oder Serienteile werden auf mechanische Beschädigungen geprüft.

Bei der indirekten Sichtprüfung wird mit Betrachtungsgeräten, wie Endoskop oder Spiegel gearbeitet. Mit dem Endoskop wird das Innere eines Bauteils oder einer Rohrleitung betrachtet. Schwer zugängliche Bereiche werden mit Spiegeln angeschaut. Ohne Hilfsmittel ist das nicht möglich.

Schweißnähte werden auf vorgegebene Werte, wie z.B. Nahtüberhöhung, a-Maß oder Einbrandkerben, optisch geprüft.

Wenn eine Endkontrolle durch die eigene Fertigung nicht genügt, da der Kunde oder das entsprechende Regelwerk zertifiziertes Personal fordert, hilft unser Team.

Prüfen können wir in unserem hausinternen Prüflabor, in Ihrem Betrieb oder auf der Baustelle.

Materialanalyse / Röntgenfluoreszenz RFA

Mit der Röntgenfluoreszenzanalyse wird die Materialzusammensetzung des vorliegenden Rohmaterials oder Werkstücks ermittelt. Das RFA Gerät der Fa. STF ermöglicht die Analyse metallischer Werkstoffe wie beispielsweise Stahl, Edelstahl, Titan und Alumium sowie deren Legierungen. Die enthaltenen Stoffe werden als Prozentsatz angegeben und können als Protokoll ausgedruckt werden.